PGS Hanau - Schulzeitung

Digitalisierung an der PGS auf der Zielgeraden 5 Allgemein Mit Beginn des Schuljahres 2023/2024 werden alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Paul-GerhardtSchule Hanau (PGS) im Unterricht iPads zur Verfügung haben. Erreicht wurde dies durch die Kooperation der PGS mit der Firma Mobiles Lernen, die Leasingverträge und Kaufoptionen für die iPads angeboten hat. In den nächsten Jahren wird es dieses Angebot wieder geben, so dass jeweils der 8. Jahrgang mit iPads ausgestattet wird und so schrittweise alle Jahrgänge oberhalb der 7. Jahrgangsstufe einheitlich mit digitalen Endgeräten ausgestattet sein werden. Damit wird auch schrittweise die bisherige, durch Corona entstandene Praxis abgelöst, dass einzelne Schülerinnen und Schüler Geräte im Unterricht dabeihaben und andere nicht. Was ändert sich dadurch im Unterricht? Zunächst einmal haben mit den einheitlichen Geräten alle die gleichen Voraussetzungen und Möglichkeiten im Unterricht. Bei Hilfestellungen muss sich die Lehrkraft nicht mit allen möglichen Betriebssystemen und Anwendungen auskennen. Generell bleibt mehr Zeit, sich auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren, denn Szenarien wie das folgende gehören der Geschichte an: Fünf Minuten Laptops austeilen. Weitere fünf Minuten, bis alle Laptops gestartet sind, die vier Schüler, die ihr Passwort vergessen haben, mit Passwörtern versorgt sind und alle den Browser gefunden haben, um ins Internet zu kommen – der Unterricht kann beginnen. Bei einer 45-Minuten-Stunde macht dieses Szenario ca. 20% der Unterrichtszeit aus. Die iPads dagegen starten quasi sofort. Es sind die Geräte der Kinder, sie kennen also die Passwörter, sonst würde die private Nutzung ja auch nicht funktionieren, und sie wissen, wo die Programme zu finden sind. Es bleibt somit mehr Zeit für den Unterricht. Durch die schnelle Einsatzbereitschaft der Geräte lassen sie sich auch spontaner im Unterricht einsetzen, etwa bei arbeitsteiligen Gruppenarbeiten. Die digitalen Gruppenergebnisse lassen sich viel einfacher unter den Gruppenmitgliedern verteilen, als dies bei Gruppenergebnissen auf Papier der Fall wäre. Es bietet sich auch an, Gruppenergebnisse direkt von verschiedenen Gruppenmitgliedern in die gleiche Datei schreiben zu lassen, etwa in eine gemeinsame Präsentation. Aber es ergeben sich durch die Geräte auch neue Wege, um etwa Gruppenergebnisse vorzustellen. Denkbar ist hier die Anfertigung eines Videos. Was nach meiner Erfahrung gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern zu kreativeren und durchdachteren Ergebnissen geführt hat als klassische Referate. Doch werden sich nicht nur die Arbeitstechniken verändern. Auch Übungsphasen lassen sich mit den iPads anders gestalten. Sicher ist der Unterschied zwischen einer Übungsaufgabe auf einer Lernplattform oder einem Arbeitsblatt zunächst nicht groß. Allerdings müssen auf der Lernplattform nicht alle die gleiche Aufgabe bearbeiten. Es müssen auch nicht alle gleichzeitig fertig sein, um die Aufgabe zu besprechen. Die Plattform gibt, je nach Einstellung, sofort oder spätestens nach Beendigung der Übung Rückmeldung über das Ergebnis. Gerade mit der sofortigen Rückmeldung habe ich gute Erfahrungen gemacht. Regt sie doch bei fehlerhaften Lösungen dazu an, sich sofort und gezielt Gedanken darüber zu machen, was an der Lösung falsch war. Der Effekt, aus Fehlern zu lernen, ist hier meines Erachtens größer als bei der klassischen Methode auf Papier. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass sich mit der Zeit und einiger Kreativität in vielen Schulfächern und Anwendungsgebieten ein gewinnbringender Einsatz der Geräte finden wird. Und ich bin auch davon überzeugt, dass diese Geräte in ein paar Jahren Arbeitsgeräte sein werden, wie es derzeit etwa der Taschenrechner ist. Dort wo sie einen Vorteil bringen, werden wir sie einsetzen. Dennoch wird es zukünftig in den Naturwissenschaften die bekannten Versuche geben, genauso wie im Matheunterricht auch weiterhin ebenso mit Geodreieck, Zirkel und Bleistift gearbeitet wird. Auch in anderen Fächern wird es Aufgaben geben, die besser „analog" ausgeführt und ohne Zuhilfenahme eines iPads bearbeitet werden. Christoph Luber, Stellvertretender Schulleiter Realschule © pixabay.com

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