Auf Tour an Rhein und Ru(h)r 33 Weiterführende Schulen der Altstadt an, wo uns Carina interessante Fakten zur Stadtgeschichte präsentierte. Dann fuhren wir mit der Straßenbahn weiter zum Duisburger Zoo. Eigenständig konnten wir den Park erkunden und viele interessante und exotische Tiere sehen. Von einheimischen Tieren wie Rehen oder Ziegen bis Elefanten und Koalas war alles dabei. Nachdemwir einige Stunden dort verbracht hatten, reisten wir mit der Regionalbahn in die Landeshauptstadt. Dort angekommen, hattenwir zunächst Zeit uns einzufinden, bevor wir uns wieder zumAbendessen trafen.Meinungsunterschiede betreffenddieWahl des Restaurants („Italienisch ist langweilig“), wurden friedlich durch das Aufteilen der Gruppe gelöst. Danach war noch etwas Zeit einen ersten Eindruck von der Altstadt mit ihrer weltweit „längstenTheke“ zu gewinnen, bevor es nach einem anstrengenden aber gelungenen Tag mit einem Sprint zum letzten Bus zurück ins Hotel ging. Montag: Unser ersterMorgen inDüsseldorf begann früh. NachdemFrühstück imHotel fuhrenwir zum„Skywalk“desTagebaus „Garzweiler II“, von demsichuns einAusblickauf das riesigeBraunkohle-Abbaugebiet bot. Dort informierteunsFrauFischerdarüber, dassaufgrunddesTagebaus komplette Dörfer abgerissen werden müssen undMenschen dazu gezwungen werden, ihr Zuhause zu verkaufen. Außerdem erfuhren wir voneinemBauern,dersichlangeZeitweigerte, seinenHof ineinemDorf namens Lützerath zu verkaufen. Letztendlich verlor dieser aber gegen denKonzernRWEvorGericht undeswurde entschieden, dass er enteignet werdenwürde. Wir machten uns auf denWeg nach Lützerath, um uns den Hof aus nächster Nähe anzuschauen. Wie sich herausstellte, ist er heute eines der wenigen übrig gebliebenen Gebäude des Dorfes. Dennoch bemerkten wir schnell, dass wir nicht alleine waren: Der Hof und die übrigen Gebäude waren nämlich zu dem Zeitpunkt von diversen linksorientierten Gruppen besetzt, welche verhindern wollten, dass diese abgerissen werden. Eine Protestlerin, welche einen vertrauenserweckenden Eindruck machte, war so freundlich und bot uns eine Führung durch das errichtete Lager an. Sie erklärte uns, dass eine „einzigartige Gesellschaft“ innerhalb des Lagers entstanden sei, und mit welchen Schwierigkeiten die Aktivisten und Aktivistinnen leben müssten. Dazu AmMercator-Brunnen in der Duisburger Altstadt Ausblick vom Skywalk auf den Tagebau Garzweiler II ALLEINE GROSSARTIG, GEMEINSAM UNSCHLAGBAR Die Allianz Vorsorge für Kinder www.jonas-heuer-allianz.de zählten beispielsweise die erschwerte Versorgung mit Wasser und Strom und der Druck der Justiz und dem Konzern RWE. Bei dem Rundgang sahen wir, dass in den Bäumen zahlreiche Baumhäuser gebaut waren. Obwohl diese junge Frau sehr freundlich war, hatte keiner von uns einwirklich gutes Gefühl an diesemOrt, so dass wir zügig dieWeiterfahrt antraten. Nach diesem nachhaltigen Einblick in die Überreste Lützeraths fuhren wir noch nach Keyenberg, ein Geisterdorf, das ebenfalls abgerissen werden soll. An den verwahrlosten Vorgärten und den geschlossenenRollladen konnteman sehen, dass hier bereits fast die gesamte Bevölkerung abgewandert ist. Nur einige einzelne Bewohner kämpfen noch gegen eine Enteignung und für den Erhalt ihres Zuhauses, wie uns ein Anwohner, den wir zufällig in seinem wunderschönen Innenhof eines altenBacksteinhauses antrafen, erzählte. Die nächste Station unserer Route war „Keyendorf (neu)“, eines der Neubaugebiete im Norden von Erkelenz. Dort ziehen einige der Menschen hin, deren Zuhause vom Braunkohleabbau zerstört wurde, wobei versucht wird, die altenDorfstrukturenoriginalgetreu nachzubauen. >>>
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