Wie zeigt sich an der Paul-Gerhardt-Schule das christlich - soziale Profil? Neben den Andachten zu Beginn jeden Tages, in denen Schüler und Lehrer zur Ruhe kommen und Gott in ihre Mitte und in den Tag holen, steht immer die Frage im Raum, wie man sein Christsein im Alltag in die Tat umsetzen kann. Eine Möglichkeit bietet der soziale Dienst in oder außerhalb der Schule. In einer Unterrichtsstunde stellten zum Beispiel Schüler der jetzigen Oberstufenklassen fest, dass sie in den vergangenen fünf Schuljahren an der PGS viel Gutes erlebt haben und sie sich darüber ausgetauscht haben, wie sie ein Stück davon wieder der Schule oder besser den Schülern zurückgeben können. So entstand eine Liste mit Diensten, die sie für sinnvoll erachteten, weil sie der ganzen Schulgemeinde zugute kommen. Angefangen bei der Hausaufgabenunterstützung in der Paulina für die Grundschulkinder, dem Schülerlotsendienst am Montagmorgen auf dem Parkplatz, dem Büchereidienst in der Mittagspause, dem Schulsanitätsdienst in den Pausen bis zu den Streitschlichtern leisten seit diesem Schuljahr eine stattliche Anzahl von Oberstufenschülern einen freiwilligen Dienst für andere Schüler. Jede Woche zeigen hier also Schüler, dass christliche Nächstenliebe kein Fremdwort bleiben muss, sondern konkret und erfahrbar werden kann. Der Lohn besteht manchmal nur in Form eines dankbaren Lächelns, wenn einem Schüler geholfen werden konnte. Auf alle Fälle lernen die Schüler, dass helfen auch Spaß machen kann. Es trägt auch dazu bei, dass Gäste in der Schule immer wieder den besonders netten Umgang der Schüler untereinander wahrnehmen. Vielen Dank Alina, Carina, Clara, Daniela, David, Diane, Helen, Jana, Jonas, Julia, Julien, Leon, Marcel, Philipp, Rita, Sara, Tim, Tobias … Ein zweiter Aspekt des sozialen Profils ergibt sich aus dem Dienst für die Welt um uns herum. Es ist im kommenden Schuljahr geplant, einen Wahlunterricht anzubieten zum Thema: „Soziale Dienste in der Region“. Ziel dieses Kurses wird sein, dass Schüler sich ein Projekt ausdenken und dies über einen längeren Zeitraum betreuen. Sie könnten beispielsweise eine Patenschaft für einen Spielplatz übernehmen und diesen in Schuss halten oder in einem Seniorenheim Spielenachmittage organisieren oder älteren Menschen neue Medien erklären. Ich denke, dass in diesen diakonischen Diensten auch wichtige Lern- und Erziehungsziele enthalten sind, die in einer Welt voller Einzelkämpfer sehr wertvoll sind. Martin Forchheim, Schulleitung Gymnasium PGS Hanau 05 Das soziale Profil der PGS
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