PGS Hanau - Schulzeitung

Monate gedauert hat, war es geprägt von vielen tollen und spannenden Erlebnissen. Nicht nur die Kinder, sondern auch ich konnten in dieser Zeit viel lernen. So erstellten wir neben dem regulären Mathematikunterricht beispielsweise Märchen aus Tangrams oder andere tolle Tangram-Bilder. Wir erstellten – ausgehend von unseren Weihnachtswünschen - einen Warenflyer und rechneten mit den von uns herausgefundenen Preisen. Zum Thema Längen haben wir den Flur vom Klassenzimmer aus bis zur Turnhalle in 1-Meter-Schritte ausgemessen und mit Kreppband beklebt. Diesen sind wir dann abgelaufen, um eine Vorstellung von einem Kilometer zu erhalten. Im Sachunterricht experimentierten wir viel mit Wasser und Feuer. Die Kinder bauten dazu in Gruppen beispielsweise ihre eigene Filteranlage auf und versuchten unterschiedliches„Dreckwasser“ zu reinigen. Dabei konnten sie handelnd erfahren, welche Materialien welche Art von Verunreinigungen beseitigen. Davon ausgehend wurden die Filteranalagen immer wieder verändert, um sauberes Wasser zu erhalten. Interessant war auch das Thema Schnecken. Die Kinder haben Schnecken gesammelt und diese mit in die Schule gebracht. In Gruppen haben wir dann kleine Terrarien angelegt und die Schnekken über mehrere Wochen beobachtet. Da die Kinder viele kleine Gartenbänderschnecken dabei hatten und an diesen nicht so viel zu erkennen und zu erforschen war, habe ich drei afrikanische Riesenschnecken von einem Züchter besorgt. Diese wohnten dann ebenfalls für einige Wochen in der Rabenklasse. Die Kinder lernten in dieser Zeit viel über Schnecken und einige Kinder berichteten im Anschluss daran sogar, dass sie ihren anfänglichen Ekel vor Schnekken überwunden hatten. Dies ist nur ein kleiner Einblick von dem, was in den 15 Monaten passierte. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mit den Kindern auf Entdeckungsreise zu gehen und neue Sachen zu erkunden. Die Wissbegierde, das Interesse und die Freude, die die Kinder mir oft entgegengebracht haben, haben viel dazu beigetragen, dass ich mich in der Zeit meines Referendariates so wohl gefühlt habe. Ich bin froh und dankbar, dass ich mein Referendariat hier an der Schule machen durfte. Ohne das Mitwirken der Kinder in den beiden Klassen wäre das Referendariat anders verlaufen. Deshalb gilt mein Dank nicht nur meinen Mentoren, der Schulleitung und dem Kollegium, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen, sondern allen voran den Kindern der 4b und der 3a. Vielen Dank! Dankbar bin ich auch sehr, dass ich nach meinem Referendariat erstmal bis zum Schuljahresende an der Paul-Gerhardt-Schule bleiben darf. Was sich danach ergibt, liegt in Gottes Hand. Bisher hat er mein Leben prima gelenkt. Falls er möchte, dass ich weiterhin oder irgendwann wieder an der Paul-Gerhardt-Schule unterrichten werde, wird er dies ermöglichen. Hat er für mich etwas anderes vorgesehen, so wird er mir dies zeigen. Aber derzeit genieße ich die Zeit, die ich bei und mit euch verbringen darf und ich werde die 15 Monate Referendariat immer in Erinnerung behalten. Elisabeth Nagelschmidt, Grundschullehrerin PGS Hanau 11

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