PGS Hanau - Schulzeitung

Am 17. April 2013 besuchten Schüler der siebten und E-Klassen, Klassenlehrerin Frau Acha (7a), die Musiklehrer Herr Stöppler und Herr Rux, Chemielehrerin Frau Dr. Morar und Elternsprecherin der 7b, Frau Schäfer die Alte Oper in Frankfurt. Im Rahmen der Verabschiedung Frau Achas und aus Anlass eines extra für junge Leute stattfindenden Konzertes wurde dies ein toller Abend in einem faszinierenden ehrwürdigen Gebäude. Die „Jungen Konzerte“ begannen bei gut gefülltem Haus mit den „Norwegischen Tänzen“ (op. 35, 1881) von Edward Grieg (1843-1907), dem bekanntesten Komponisten Norwegens. Nach einer biographischen Einführung eröffnete das HR-Sinfonieorchester um den Dirigenten Paavo Järvi das ursprünglich als Klavierkonzert komponierte 4-stückige Werk recht schwungvoll. Griegs Komposition basiert auf den Veröffentlichungen norwegischer Bergmelodien des Volksliedsammlers Ludvik Mathias Lindeman. So mancher aufmerksame Schüler fragte sich hierbei vielleicht, wann denn nun Teil 2, 3 und 4 dieser Musik erklingen sollten. Dabei konnte man nicht ahnen, dass es keine Pause zwischen den einzelnen Parts gab, so dass erst nach einer längeren 'stillen Zeit' und dem darauffolgenden Beifall jeder im Saal wusste, dass das Stück zu Ende war. Das nächste Werk schrieb jemand, mit dem Grieg Bekanntschaft gemacht hatte: Peter Tschaikowsky. Zu seinem populär gewordenen Violinkonzert D-Dur op. 35 (1881) machte die ganz in Rot gekleidete Solo-Violinistin Janine Jansen Eindruck. Sie meisterte viele vor allem rhythmisch extrem anspruchsvolle Passagen in einer so souveränen Art und Weise, dass die Spannung im Saal zu spüren war. Ihrem Geigenbogen war durch einige gerissene Pferdehaare anzusehen, dass er Schwerstarbeit zu verrichten hatte. In der anschließenden Pause dürfte sich wohl der eine oder andere über die Machbarkeit solch schwer zu spielender Stücke unterhalten haben und über die Frage, wie lange man denn für solch ein Niveau üben müsse. Beim dritten und letzten Werk dieses Abends des dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865-1931) kam noch einmal Kraft und Schwung in den großen Saal. Im Vergleich zu den vorigen Werken konnten die Schüler hier neue musikalische Techniken und Formen wahrnehmen. Dass nicht so schnell ins Gehör gehende Musik gerade „live“ eine Erlebnis sein kann, durfte hier am Beispiel der Musik des 20. Jahrhunderts erlebt werden. Auffallend war u.a. der Einsatz der Pauken. Sie waren zeitweise so stark im Vordergrund, dass mancher wohl an eine ausgefeilte Rhythm- und Drumming-Session erinnert worden sein mochte. Der Paukist, der eine halbe Stunde praktisch nur zuhörte, begann plötzlich gegen das gesamte Orchester „anzutreten“ - und zu gewinnen. Diese 4. Sinfonie Nielsens wird „Das Unauslöschliche“ genannt, was sich auf das Leben an sich bezieht, welches in der Natur, bei Tier und Mensch immer wieder entsteht und nach Nielsens Meinung dieser Prozess eben nie vergehen wird. Nach zweieinhalb Stunden war ein musikalisch hochwertiger Abend zu Ende, an welchem so mancher Schüler wohl erst gegen 23 Uhr zu Hause angekommen sein dürfte. Auch wenn einige am nächsten Tag wieder früh raus mussten, dürfte sich diese Veranstaltung nicht nur für Frau Acha in musikalischer sowie gemeinschaftlicher Hinsicht gelohnt haben und stellte für jeden Einzelnen aus unserer PGS hoffentlich eine Bereicherung dar. Tobias Rux, Gymnasiallehrer Gymnasium 34 Junge Konzerte in der Alten Oper Verabschiedung von Frau Acha

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