PGS Hanau - Schulzeitung

Ein Abend mit Adrian Plass Am Abend des 28.Januar war Adrian Plass, organisiert durch das open houseTeam, in der PGS Hanau zu Gast. Der erfolgreiche christliche Autor, der bereits über 30 Bücher geschrieben hat, wurde mit Spannung erwartet und mit herzlichem Applaus willkommen geheißen. Viele der Anwesenden im Saal kannten ihn schon, andere waren gespannt, was der Abend so bringen sollte. Ebenfalls unter den ca.300 Gästen waren Menschen, die sich als Nichtgläubige im Vorfeld outeten und einfach mal sehen wollten, was der Autor zu sagen hatte. Im Grunde Menschen, die, wie es Adrian Plass in seinem neuen Buch Kampf der Welten beschreibt, im Kampf zwischen kalter Religiosität und echter Freundschaft mit Gott stehen. Dieser Herausforderung stellte sich der Autor im ersten Teil seiner Lesung mit Bravour. Schon zu Beginn seines Vortrags löste er noch vorhandene Fesseln, als er uns als gehorsame Christen und gehorsame Versager bezeichnete. Auf wundersame, liebevolle sowie auch fast schon dreiste Weise, die einem mehr als einmal den Mund offen stehen ließ („Nein, das hat er jetzt nicht gesagt, oder?“) , schaffte er es dem Abend eine besondere Würze zu verleihen, die uns Zuhörer erstaunte, uns zum Schmunzeln und hemmungslosen Lachen anregte. Somit war dann wohl auch der Abend für Herrn Plass gerettet, der anfangs Bedenken äußerte, wir Deutschen könnten nicht lachen. Nun dieses Vorurteil konnte das Publikum mit Leichtigkeit ausräumen. Mithilfe anschaulicher Berichte aus seinem Alltag, beruflicher wie privater Art, vermittelte er die beruhigende Gewissheit, dass auch er - wie wir - in manchen Situationen, die das Leben so spielt, einfach sprachlos ist, vielleicht überwältigt von schönen wie auch traurig bewegenden Geschichten. In diesen Momenten vertraut er aber ganz auf Gottes Eingebungen und stellt fest, dass oftmals nämlich nicht die „frommen Bibelsprüche“ hilfreich seien, sondern einfach nur das gemeinsame Lachen oder auch mal das zusammen Weinen mit dem Gegenüber. Er ermutigte uns die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen, auch wenn dazu nicht selten „extra Gnade nötig“ wäre. Dass dies recht häufig vorzukommen scheint, beweist der Geheimcode „e.G.n.“, den er dafür mit seiner Frau Bridget ausgemacht hat und verschwörerisch und augenzwinkernd einsetzen würde. Adrian Plass gestand auf witzige Weise, dass auch er sich manchmal zum Lügen verleiten ließe, um als „gut“ oder „christlicher“ dazustehen und beschwor dabei Gott sogleich Buße zu tun. In diesem Zusammenhang pries er an, man könne sich durchaus „gefahrlos“ auch mit „gefährlichen Sachen“ an Gott wenden, was bedeuten sollte, wir können uns auch mit schlimmeren Sünden Gott zuwenden, ohne Gefahr zu laufen in den Erdboden gestampft zu werden. In der Pause signierte der Autor seine Bücher und ermöglichte im zweiten Teil eine Fragerunde, auf die er ausführlich einging und die Qualität der Fragen lobte. Zum Schluss erhielt er als Dank freundlichen Applaus und Präsente überreicht, die u.a. aus frischen Birnen bestanden, für die er - wie er in seinen Ausführungen gestand - eine Schwäche habe. Es sei noch lobend hinzugefügt, dass Adrian Plass ein ausgezeichneter wie ebenso sympathischer Dolmetscher zur Seite saß, der es auch den nicht gut Englisch verstehenden Zuhörern ermöglichte der Lesung zu folgen. Herzlichen Dank! Sandra Gries, Klassenlehrerin 6R open house 37

RkJQdWJsaXNoZXIy Mzg4OTA=