0610 Vertrauensvoll durchs neue Schuljahr gehen... Auszüge aus der Predigt vom 12. 09.2014 zum Schuljahresanfang Ich habe drei Punkte zu diesem Thema herausgesucht: 1. Unser Vertrauen in Alltagsdinge. Damit meine ich Banalitäten wie z.B. das Vertrauen darauf, dass der Stuhl, auf den ich mich setze, mich auch trägt. In der Regel überprüfe ich nicht, ob der Stuhl vielleicht irgendwie kaputt oder angesägt sein könnte.... Oder, wir steigen in ein Auto ein, ohne vorher genau zu checken, ob damit alles o.k. ist. Wir essen und trinken jeden Tag viele verschiedene Sachen - ohne genau zu prüfen, ob damit alles in Ordnung ist. Ob uns nicht vielleicht doch jemand nach dem Leben trachtet und nun genau dieser Apfel vergiftet sein könnte.... Wir verlassen uns - fast automatisch - auf 1000 Dinge des alltäglichen Lebens. Wir leben also mit einem gewissen Grundvertrauen. Und selbst wenn doch einmal ein Stuhl unter unserem Gewicht nachgeben sollte, wenn ein Auto mal kaputt gegangen ist oder ein Lebensmittel, in das wir genüsslich reingebissen haben, eklig geschmeckt hat.... selbst dann hören wir doch nicht auf, uns auf Stühle zu setzen, in Autos zu steigen oder fröhlich in irgendein Stück Obst reinzubeißen. 2. Unser Vertrauen in Menschen. Wer nicht psychisch krank ist, der vertraut seinen Mitmenschen. Normalerweise befürchten wir nicht, dass uns unser Nachbar ausrauben will, wir glauben nicht, dass ein Polizist uns erschießt oder unser Arzt uns eine tödliche Giftspritze verpasst statt einer Impfung. Wir vertrauen anderen Menschen - manchmal vertrauen wir ihnen sogar ein Geheimnis an. Und obwohl wir hin und wieder in den Medien davon lesen oder hören, dass irgendwo ein Polizist einen Unschuldigen erschossen hat, dass irgendwo ein Arzt jemand missbraucht oder sogar getötet hat, dass „Freunde“ manchmal Geheimnisse ausplaudern und Eltern ihre Kinder misshandeln.... so wissen wir doch aus Erfahrung, dass das nicht der Normalfall ist - und wir vertrauen darauf, dass andere Menschen es gut mit uns meinen. Ohne dieses Urvertrauen zu anderen Menschen könnten wir nicht leben. Jesus hat einmal eine Gruppe von Männern gefragt: „Ist unter euch ein Vater, der seinem Kind eine Giftschlange geben würde, wenn es ihn um einen Fisch bittet?“ Und sich dann vielleicht noch darüber amüsieren würde, wenn das Kind darunter leidet oder stirbt? Was wäre das für ein mieser Vater.... Und Jesus fuhr fort und sagte: „...ihr wisst, was euren Kindern gut tut und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen seinen Geist geben, die ihn darum bitten“ (Luk. 11, 11-13). Also Gott ist noch viel besser als jeder irdische Vater. Und damit bin ich bei meinem dritten Punkt: 3. Unser Vertrauen in Gott/Jesus. Alles, was Jesus tat und sagte, sollte dazu dienen, dass die Menschen, damals wie heute, Gott mehr vertrauen; dass sie ihm glauben, dass er es gut mit ihnen meint. Dieser Gedanke darf und soll eine ganz tiefe Gewissheit in deinem und meinem Leben werden. Gott ist da und er meint es gut mit uns - auch wenn die Umstände manchmal nicht so günstig zu sein scheinen, wenn irgendwelche schulischen Leistungen gerade nicht so toll sind, ja selbst wenn du dich von einem Mitmenschen ungerecht und falsch behandelt fühlst - du darfst darauf vertrauen, dass Gott da ist und es gut mit mir meint. In diesem Sinne wünsche ich allen, die diese Zeilen lesen, ein gutes Schuljahr 2014/2015. Joost Reinke Allgemein
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