Ist Jesus auch in die Kirche gegangen? Oder hat Jesus womöglich „Fast Food“ gegessen? Welche Spiele hat er als Kind gespielt und wie sah es überhaupt in einer Synagoge aus? Mit diesen und noch vielen weiteren spannenden Themen beschäftigte sich die Grundschule der PGS Hanau eine ganze Woche lang im Rahmen der Projektwoche „Leben im heiligen Land“. Jeder Tag startete mit einem gemeinsamen Anfang in der Aula. Gespannt lauschten die Kinder den Geschichten über Julius und Benjamin, zwei Jungen aus der Stadt Kafarnaum zur Zeit Jesu. Benjamin, ein jüdischer Junge, schließt Freundschaft mit Julius, dem Sohn eines römischen Besatzungsoffiziers. Durch die Fortsetzungsgeschichten über die beiden Jungen erfuhren alle schon viele interessante Dinge über das alltägliche Leben in Palästina und die biblische Lebenswelt. Schließlich erlebten sie auch mit Benjamin und Julius, wie Jesus in der Stadt Kafarnaum ankommt und dort zu den Menschen spricht. Nach dem gemeinsamen Start ging es anschließend zu den einzelnen Projekten. Jedes Kind durfte sich im Vorfeld in drei verschiedene Workshops einwählen, die sich alle mit dem alltäglichen Leben der Menschen zur Zeit Jesu befassten. Das Angebot war groß: Es wurde gekocht und gebacken wie zu Jesu Zeiten (und natürlich auch anschließend gemeinsam gegessen!), typische Häuser nachgebaut und selbst Lehmziegel erstellt, alte Kinderspiele gebastelt und auch gespielt, Musikinstrumente gebaut, das Leben rund um den See Genezareth erforscht, eine Schriftrolle in Hebräisch beschrieben und mit viel Begeisterung gewebt! Die genannten Aktivitäten waren aber nur einige aus insgesamt neun verschiedenen Angeboten, aus denen alle auswählen konnten. Um noch mehr Wissenswertes aus der biblischen Lebenswelt zum (Be)- greifen nah erleben zu können, besuchte jeweils eine Klassenstufe an einem Projekttag das Bibelmuseum in Frankfurt. Im Nomadenzelt erfuhren sie die Welt des Alten Testaments mit allen Sinnen, um anschließend einen Stock tiefer in ein Fischerboot vom See Genezareth zu steigen und gemeinsam eine stürmische Seefahrt zu bestreiten. Zum Abschluss der Woche gab es dann am Freitag noch ein besonderes Bonbon, das allen sehr viel Spaß machte: einen Tanzworkshop mit dem israelischen Tanzlehrer Ari Palvari und seiner Frau. Mit viel Schwung und Elan übte er gemeinsam mit den Kindern alte und neue israelische Tänze und Lieder. Am letzten Tag der Projektwoche konnten dann auch die Eltern die Ergebnisse der Workshops besichtigen. Jede Klasse hatte liebevoll eine kleine Ausstellung vorbereitet, in der es die verschiedensten Arbeitsergebnisse zu sehen gab: ein gebasteltes Dorf zur Zeit Jesu, selbst gebaute Trommeln, geflochtene Gebetsriemen, Lehmziegel, Schriftrollen und nicht zu vergessen ein wunderbar duftendes Buffet mit selbst gekochten und gebackenen Köstlichkeiten. Inghild Thommes, Klassenlehrerin 2b „Leben im heiligen Land“ Projektwoche in der Grundschule vom 4. - 8.2.2013 Grundschule 14
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