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PGS-Hanau:>>>Zertifizierung
Zertifizierung 2017-04-13T21:53:22+00:00

Zusammenfassende Einschätzung der Evaluationsergebnisse der Paul-Gerhardt-Schule Hanau (Grundschule, Realschule, Gymnasium)

Wahrnehmungs- und wertorientierte Schulentwicklung (WWSE®) ist ein in seinen positiven Auswirkungen quantitativ und qualitativ evaluiertes Entwicklungskonzept, das bislang an über 700 allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz umgesetzt wurde. Es ermöglicht sowohl eine bedarfsorientierte Erarbeitung als auch die Sicherung von Schulqualität.

Zunächst werden die tatsächlichen Bedürfnisse der Personengruppen der einzelnen Schule (Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern) ermittelt. Dies geschieht über die Wahrnehmung von Merkmalen einer idealen Schule sowie der Übertragung dieser Ideale auf die Situation an der eigenen Schule. Hierbei wird ein schulartspezifischer, empirisch abgesicherter Fragebogen, der zentrale Gütekriterien der Schulqualitätsforschung in den Bereichen Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung enthält, eingesetzt. Die Gütekriterien werden hierbei anhand einer fünfpoligen Ratingskala gewichtet. Die auf diese Weise erhobenen Wahrnehmungsergebnisse enthalten fundierte Hinweise auf die tatsächliche Bedarfslage an der Einzelschule. Über eine moderierte interne Diskussion und Analyse dieser Resultate können die Personengruppen passgenaue Ziele innerer Schulentwicklung eigenständig festgelegen, in konkreten Vorhaben kooperativ umsetzen und nach zwei bis drei Jahren im Rahmen einer Wiederholungsmessung evaluieren.

Die von Lehrkräften, Mitarbeitenden, Schülern und Eltern der Paul-Gerhardt-Schule Hanau im Winter 2011 dargelegten Wahrnehmungen von Merkmalen einer idealen Schule verdeutlichten, dass die Ideale in ihrer Bedeutung hoch eingeschätzt wurden. Verglichen mit ihren Idealwahrnehmungen schätzen die Personengruppen die Realität an der eigenen Schule etwas niedriger ein. Die bislang durchgeführten Untersuchungen im Rahmen von Wahrnehmungs- und wertorientierter Schulentwicklung (WWSE) belegen, dass nicht mit einer Übereinstimmung von Ideal- und der Realitätswahrnehmung zu rechnen ist. Entscheidend für die Qualität der einzelnen Schule ist die Distanz der Wahrnehmung der schulischen Realität zu den Idealen guter Schule. Die an der Paul-Gerhardt-Schule Hanau festgestellten Distanzen zeigten, dass bereits ein hohes Realitätsniveau erreicht worden war. Für Schulleitung, Lehrkräfte und Mitarbeitende ergab sich daraus der Auftrag, das bereits erarbeitete hohe Qualitätsniveau der Schule durch weitere innere Schulentwicklungsmaßnahmen zu sichern.

Eine erste wichtige Maßnahme fand im Frühjahr 2012 im Rahmen einer moderierten Rückmeldung der spezifischen Wahrnehmungen von Werten guter Schule am Hanauer Schulzentrum statt. Hierbei wurde ein Schulprogramm festgelegt, dessen Umsetzung im Verlauf der nächsten Jahre erfolgte.

Durch eine Wiederholungsmessung im November 2014 wurden die Auswirkungen der inneren Entwicklungsarbeit evaluiert. Die von Lehrkräften, Mitarbeitenden, Schülern und Eltern der Paul-Gerhardt-Schule Hanau dargelegten Wahrnehmungen von Merkmalen einer idealen Schule verdeutlichten, dass die Ideale in ihrer Bedeutung erneut sehr hoch eingeschätzt wurden. Die realen Ausprägungen dieser Merkmale, die bei der Erstmessung von 2011 positiv eingeschätzt wurden, beurteilten die befragten Personengruppen im November 2014 wieder sehr positiv. Schulleitung, Lehrkräften und Mitarbeitenden war es gemeinsam mit Schülern und Eltern gelungen, das Qualitätsniveau der Schule durch innere Schulentwicklungsmaßnahmen zu sichern und in einzelnen Bereichen sogar zu steigern.

Dieser permanente Qualitätsentwicklungsprozess wurde in den ersten Monaten des Jahres Februar 2015 im Rahmen von moderierten Rückmeldungen der spezifischen Wahrnehmungen von Werten guter Schule an der Paul-Gerhardt-Schule Hanau fortgesetzt. Hierbei wurde das Schulentwicklungsprogramm aufgrund der aktuellen Datenlage zunächst durch die Lehrkräfte fortgeschrieben. In weiteren kollegialen Sitzungen erfolgte die Vereinbarung konkreter Zielsetzungen und Maßnahmen zur Umsetzung dieses Programms. Darüber hinaus formulierten Vertretungen von Schülern, Eltern und Lehrkräften im Rahmen einer moderierten Datenrückmeldung ein weiteres, gemeinsam verantwortetes Entwicklungsprogramm, das mit dem Programm der Lehrkräfte synchronisiert und gemeinsam im Verlauf der nächsten Jahre umgesetzt werden soll.

Aufgrund der kontinuierlichen Evaluations- und Entwicklungsarbeit wurde am 19. März 2015 der Paul-Gerhardt-Schule Hanau das Zertifikat des Instituts für Schulentwicklung und Evaluation der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern verliehen.